Schraubenarten - welche Schrauben wofür?

02.09.2022 14:02

Die richtige Schraube für Ihr Projekt zu finden, kann verwirrend sein. Besonders Heimwerkeranfänger sehen Hunderte von Kombinationen aus Antriebsart und Kopfform, kratzen sich ratlos am Kopf und entscheiden nach Gefühl. Allerdings kann dies das Ganze Projekt zum Einsturz bringen – wortwörtlich wie sinnbildlich. Daher ist es wichtig, die Unterschiede zwischen den Formen und Antriebsarten zu verstehen.

Welche Schraube brauchen Sie wofür?

Holz, Metall oder auch Beton?

Wenn es um Schrauben geht, gibt es die unterschiedlichsten Typen. Holzschrauben werden – wie der Name schon sagt – zur Verbindung oder Befestigung von Holzteilen verwendet. Charakteristisch ist ihre scharfe, dornartige Spitze.

Dem gegenüber stehen Metallschrauben. Diese werden überwiegend im Metallbau – zur Befestigung und Verbindung von Metallteilen genutzt.

Der Name kommt also nicht vom Material, aus dem sie bestehen. Denn auch Holzschrauben bestehen in aller Regel aus Metall.

Während Holzschrauben ohne auskommen, haben Metallschrauben eine Mutter als Gegenstück.

Edelstahlschrauben rosten besonders schwer und sind nicht so anfällig wie die normal verzinkten. Durch ihre spezielle Legierung sind sie besonders widerstandsfähig und halten auch nach einiger Zeit noch. Sie eignen sich daher vor allem für den Einsatz im Freien, zum Beispiel bei Gartenmöbeln oder Terassen.

Kreuzschlitzschraube – das Maß aller Dinge?

Der Teil der Schraube, in den das Werkzeug gesteckt wird, bezeichnet man als Schraubenantrieb bzw. Schraubenprofil.

Am verbreitetsten sind der Schlitz-, der Kreuzschlitz- (Philips), der Pozidrive- und der Torx-Antrieb.

Die bekannteste Art der Schrauben – bezogen auf das Profil – ist die Kreuzschlitzschraube. Gerade in privaten Haushalten ist sie der am häufigsten verwendete Schraubenantrieb. Sie hat die ehemals gängigen Schlitzschrauben abgelöst. Heute gibt es mehrere Weiterentwicklungen, wie etwa den Philips- oder Pozidrive-Antrieb. Diese bieten nochmals eine verbesserte Kraftübertragung.

Vor allem bei Profis sind die sogenannten Torx-Schrauben sehr beliebt. Ihr sternförmige Antrieb stellt eine stabile Zentrierung und eine bestmögliche Kraftübertragung sicher. Das bedeutet für Sie nicht nur eine leichtere Arbeitsweise, sondern auch eine längere Laufzeit beim Akkuschrauber.

Unterschiedliche Formen bei Schraubenkopf – enorme Vielfalt

Beim Schraubenkopf gibt es die unterschiedlichsten Formen.

Allerdings sind diese nicht willkürlich gewählt. Der Schraubenkopf gibt Auskunft darüber, wofür Sie welche Schraube brauchen.

Zylinderkopfschrauben haben einen komplett runden Kopf und können mit verschiedenen Antrieben versehen sein.

Sechskantschrauben (auch Schlüsselschrauben genannt) haben – wie der Name schon sagt – einen sechseckigen Kopf. Sie haben den Vorteil, dass sie eine sehr große Kraftübertragung bieten, und kommen daher zum Beispiel oft in der Industrie zur Anwendung.

Der wohl gängigste Schraubenkopf ist der Senkkopf. Vor allem, wenn glatte Oberflächen notwendig sind, kommt er zur Anwendung. Der Kopf lässt sich bündig, ohne Schädigung der Oberfläche versenken. Bei Konstruktionen aus Metall, muss der Kegel der Kopfform angefräst werden, da die Schraube sich ansonsten nicht versenken kann. Bei Holz kann die Schraube hingegen von selbst in die Oberfläche eindringen.

Eine andere Form sind Linsenschrauben, die etwas edler aussehen und daher dann zur Anwendung kommen, wenn sich die Schraube nicht komplett verdecken lässt, z.B. bei Inneneinrichtungselementen.

Optisch ähnlich sind die Tellerkopfschrauben. Sie verteilen die Kraft gleichmäßiger und schon somit die Oberfläche.

Als weitere unterschiedliche Schraubenkopfformen werden Rundkopf- oder Pan-Head-Schrauben überall dort eingesetzt, wo der Untergrund nicht eingedrückt werden darf. Das ist vor allem im Elektronikbereich oder bei Schaltanlagen der Fall.

Tatsächlich gibt es auch Schrauben ohne Kopf. Dazu zählen beispielsweise Gewindestifte, oder Stiftschrauben. Genutzt werden diese beispielsweise bei der Befestigung von Türgriffen.

Teil- oder Vollgewinde – wo braucht man was?

Eine weitere wichtige Unterscheidung besteht zwischen Voll- und Teilgewinde. Erstreckt sich das Außengewinde über die gesamte Länge der Schraube, spricht man von einer Vollgewindeschraube. Bei Teilgewindeschrauben sind in etwa die oberen 40 % glatt. Diese Schrauben eignen sich zur sicheren Befestigung von Holzplatten oder -balken.

Eine Sonderform sind die sogenannten Doppelgewinde-Schrauben. Diese ermöglichen eine axiale Lastübertragung. Im Vergleich zu einer klassischen Teilgewindeschraube wird eine höhere Zuglast übertragen und eine hohe Drucklast optimal abgefangen.

Egal, welches Projekt Sie angehen wollen, oder wofür Sie (spezielle) Schrauben brauchen, bei uns finden Sie garantiert das richtige Exemplar.

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Bildquellen: Bresko, Adobe Stock, DMX


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